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Schwerpunkte

BVMC-ifo-Marketing-Barometer

Das BVMC-ifo-Marketing-Barometer ist eine monatlich erhobene Umfrage, die die Einschätzungen und Erwartungen von Marketingexpert*innen aus verschiedenen Branchen widerspiegelt.

Der Bundesverband Marketing Clubs (BVMC) arbeitet seit Jahren erolgreich mit dem ifo-Institut zusammen, um einen eigenen Index speziell für das Geschäftsklima in der Marketingbranche abzubilden und gibt jeden Monat die relevanten Indikatoren für die Branchenentwicklung im eigenen BVMC-ifo-Marketing-Barometer wider.

Das Barometer wird monatlich unter der Leitung von Professor Bernd Skiera – Professor für Betriebswirtschaftslehre, Goethe-Universität Frankfurt am Main – erstellt und in den Kanälen des BVMC publiziert. Damit nimmt der BVMC seine Rolle als Berufsverband des Marketingmanamgenets und Interessensvertreter der Marketing-Wirtschaft wahr.

Das Barometer misst das Klima im Marketingsektor, indem es sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden sechs Monate erfasst. Die Ergebnisse werden in einem Index zusammengefasst, der als Frühindikator für die Entwicklung des Marketingsektors in Deutschland dient.

Die dargestellten Salden und Indexwerte bestehen aus Meldungen der Marketingbranche beim ifo-Konjunkturtest (Wirtschaftszweig 73, WZ 2008).

 

BVMC-ifo-Barometer der letzten sechs Monate

Juni-Erhebung: Verbesserte Geschäftslage bei rückläufigen Geschäftserwartungen

Nach deutlichem Abwärtstrend in den vergangenen Monaten entwickelt sich die Stimmung in der deutschen Marketingbranche im Juni uneinheitlich. Das Geschäftsklima – die Kombination aus aktueller Geschäftslage und Geschäftserwartungen – bleibt im Juni fast unverändert. Jedoch verändern sich die beiden Komponenten gegensätzlich: Die aktuelle Geschäftslage verbessert sich, während die Geschäftserwartungen zurückgehen.

Der BVMC-ifo Geschäftsklimaindex bleibt im aktuellen Monat mit einer Steigerung um 0,2 Punkte fast konstant auf einem Indexwert von 74,7 Punkten. Im Vergleich dazu legt der ifo Geschäftsklimaindex als Maßstab für die deutsche Gesamtwirtschaft mit einer Steigerung um 0,6 Punkte auf 85,6 Punkte etwas deutlicher zu. Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage in der Marketingbranche steigt um 2,3 Punkte auf 78,8 Punkte. Gegensätzlich dazu sinken die Geschäftserwartungen: Der entsprechende Index geht im Juni um 1,6 Punkte zurück und liegt nun bei 70,9 Punkten.

Ein gemischtes Bild zeigen auch die weiteren Indikatoren. Die Einschätzung des Auftragsbestands geht um 4,1 Punkte auf einen Saldenwert von -31,5 Punkten zurück. Die Erwartungen hinsichtlich der Anzahl der Beschäftigten steigen hingegen um 12,8 Punkte auf -7,2 Punkte. Jedoch sinken sowohl die Umsatzerwartungen im Juni um 3,1 Punkte auf -12,5 Punkte, als auch die Preiserwartungen, welche einen Rückgang um 4,2 Punkte auf 13,7 Punkte verzeichnen.

Mai-Erhebung: Marketing-Geschäftsklima so schlecht wie seit sechs Jahren nicht mehr

Im dritten Monat in Folge verschlechtert sich die Stimmung in der deutschen Marketingbranche. Im Mai gehen erneut alle drei Hauptindikatoren des BVMC-ifo Marketing-Barometers spürbar zurück, was die nachhaltige Verschlechterung des Branchenklimas im Kontext der weiter anhaltenden geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheit verdeutlicht.

Der BVMC-ifo Geschäftsklimaindex sinkt im Mai um 1,3 Punkte auf einen Indexwert von 74,4 Punkten. Während sich das Klima in der Marketingbranche verschlechtert, steigt der ifo Geschäftsklimaindex als Vergleichsmaßstab der deutschen Gesamtwirtschaft leicht um 0,4 Punkte auf 84,9 Punkte. Auch die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage in der Marketingbranche ist rückläufig. Dieser Indikator geht im Mai um 1,6 Punkte zurück und liegt nun bei 76,5 Punkten. Ebenso sinken die Geschäftserwartungen der Marketingbranche um 1,0 Punkte auf 72,4 Punkte. Sowohl das Geschäftsklima als auch die Geschäftserwartungen sinken somit im aktuellen Monat auf den tiefsten Wert seit den ersten Monaten der Coronapandemie im Mai 2020.

Die weiteren Indikatoren zeichnen ein gemischtes Bild und lassen vereinzelte Lichtblicke durchscheinen. Die Einschätzung des Auftragsbestands verbessert sich leicht auf einen Saldenwert von -27,0 (+3,1) Punkten. Auch die Umsatzerwartungen steigen merklich auf -9,3 (+3,2) Punkte. Nichtsdestotrotz sinken die Erwartungen hinsichtlich der Anzahl der Beschäftigten auf den deutlich negativen Saldenwert von -20,6 (-2,3) Punkten. Am deutlichsten gehen jedoch die Preiserwartungen zurück und liegen nun bei 18,3 (-6,6) Punkten.

Deutlicher Rückgang des Geschäftsklimas in der Marketingbranche

Im Kontext des weiter anhaltenden Konfliktes im nahen Osten verschlechtert sich auch im April das Geschäftsklima der deutschen Marketingbranche deutlich. Somit setzen alle drei Hauptindikatoren des BVMC-ifo Marketing-Barometers sowie die Mehrheit der Nebenindikatoren ihren Negativtrend fort.

Das BVMC-ifo Geschäftsklima sinkt im April um 4,0 Punkte auf einen Indexwert von 75,9 Punkten. Damit befindet sich dieser Indikator auf dem niedrigsten Niveau seit dem Höhepunkt der Coronakrise im Mai 2020. Auch der ifo Geschäftsklimaindex als Vergleichsmaßstab der deutschen Gesamtwirtschaft verzeichnet einen Rückgang um 1,9 Punkte auf 84,4 Punkte. Die Einschätzung der Marketing-Geschäftslage verschlechtert sich ebenfalls merklich und sinkt um 2,8 Punkte auf einen Indexwert von 78,3 Punkten. Am deutlichsten fallen im April die Geschäftserwartungen der Branche: Dieser Indikator geht um 5,2 Punkte zurück und liegt nun bei 73,4 Punkten.

Auch die Entwicklung der weiteren Indikatoren zeichnet ein durchwachsenes Bild. Der Auftragsbestand sinkt auf einen Saldenwert von -29,9 (-3,5) Punkten. Noch deutlicher verzeichnen die Umsatzerwartungen einen Rückgang und liegen nun bei einem Saldenwert von -12,4 (13,2) Punkten. Eine leicht positivere Entwicklung zeigt sich bei der Anzahl der Beschäftigten, deren Indikator aktuell bei -18,3 (+3,7) Punkten liegt. Die Preiserwartungen steigen im April deutlich und erreichen einen Saldenwert von 25,0 (+9,7) Punkten.

März-Erhebung: Deutliche Verschlechterung des Geschäftsklimas in der Marketingbranche

In der ersten Erhebung seit der Eskalation im Nahen Osten verschlechtert sich das Klima in der deutschen Marketingbranche spürbar. Nachdem die Entwicklung im Vormonat noch deutlich positiv war, verschlechtern sich alle Indikatoren des BVMC-ifo Marketing-Barometers im März – teilweise auch sehr deutlich.

Der BVMC-ifo Geschäftsklimaindex sinkt im März um 2,9 Punkte auf einen Wert von 80,3 Punkten. Auch der ifo Geschäftsklimaindex als Vergleichsmaßstab der deutschen Gesamtwirtschaft verzeichnet einen Rückgang um 2,0 Punkte und liegt nun bei 86,4 Punkten. Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage in der Marketingbranche verschlechtert sich ebenfalls um 2,7 Punkte auf 81,8 Punkte. Noch deutlicher sinken die Geschäftserwartungen, deren Indikator im aktuellen Monat um 3,0 Punkte auf 78,9 Punkte fällt.

Ein pessimistisches Bild zeichnen auch die weiteren Indikatoren. Der Indikator für den Auftragsbestand geht zwar nur leicht zurück und liegt bei einem Saldenwert von -26,0 (-0,6) Punkten. Die Erwartungen hinsichtlich der Anzahl der Beschäftigten verschlechtern sich dagegen deutlich auf -22,1 (-7,0) Punkte. Ebenso sinken die Umsatzerwartungen, verbleiben aber im Saldo mit 2,0 (-6,1) Punkten noch im positiven Bereich. Die Preiserwartungen sinken geringfügig um 0,1 Punkte und liegen im März bei 14,2 Punkten.

Deutlicher Stimmungsaufschwung in der Marketingbranche im Februar

Im aktuellen Monat zeigt sich eine deutliche Verbesserung im BVMC-ifo Marketing-Barometer. Nach Rückgängen fast aller Indikatoren im vergangenen Monat steigen alle drei Hauptin-dikatoren sowie sämtliche Nebenindikatoren in der aktuellen Erhebung spürbar.

Das BVMC-ifo Geschäftsklima steigt im Februar um 3,2 Punkte auf einen Indexwert von 83,3 Punkten. Der ifo Geschäftsklimaindex als Vergleichsmaßstab der deutschen Gesamtwirtschaft verbessert sich ebenfalls, jedoch weniger deutlich, um 1,0 Punkte auf 88,6 Punkte. Die Einschätzung der Geschäftslage in der Marketingbranche erhöht sich spürbar um 3,3 Punkte auf einen Indexwert von 84,6. Auch die Geschäftserwartungen steigen ebenso deutlich um 3,2 Punkte auf 82,0 Punkte.

Ein ebenfalls positiver Trend zeigt sich bei den weiteren Indikatoren des BCMC-ifo Marketing-Barometers. Der Auftragsbestand steigt kräftig auf einen Saldenwert von -25,8 (+17,0) Punkten. Ebenso, jedoch weniger stark, steigen die Erwartun-gen hinsichtlich der Beschäftigtenanzahl auf -14,4 (+4,6) Punkte. Die Umsatzerwartungen verzeichnen einen deutlichen Anstieg und liegen nun bei einem Saldenwert von 8,7 (+9,8) Punkten. Schlussendlich steigt auch die Einschätzung der Preisentwicklung moderat auf einen Saldenwert von 14,2 (+3,8) Punkten.

Marketingbranche: Durchwachsener Start in das neue Jahr

Die deutsche Marketingbranche startet mit gemischten, jedoch eher pessimistischen Einschätzungen ins neue Jahr. In der ersten Ausgabe des BVMC-ifo Marketing-Barometers entwickelt sich nur einer der drei Hauptindikatoren positiv. Alle weiteren Nebenindikatoren verschlechtern sich zum Start des Jahres 2026 und zeichnen somit ein trüberes Bild als noch zum Ende des vergangenen Jahres.

Im Januar sinkt der BVMC-ifo Geschäftsklimaindex um 1,5 Punkte auf 80,0 Punkte und liegt damit in etwa auf dem Jahresmittelwert des Vorjahres, jedoch leicht schlechter als zum Jahresschluss. Unverändert hingegen bleibt der ifo Geschäftsklimaindex als Vergleichsmaßstab der deutschen Gesamtwirtschaft bei 87,6 Punkten. In der Marketingbranche verbessert sich die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage leicht um 1,6 Punkte auf einen Indexwert von 81,1 Punkten. Jedoch verschlechtern sich die Geschäftserwartungen der deutschen Marketingbranche im Januar deutlich um 4,6 Punkte auf 78,9 Punkte.

Alle vier Nebenindikatoren sinken in der aktuellen Erhebung. Am deutlichsten gehen die Umsatzerwartungen auf einen Saldenwert von -1,5 (-7,3) Punkten zurück. Ähnlich stark verringern sich sowohl die Erwartungen hinsichtlich der Beschäftigtenanzahl, die auf -18,4 (-6,2) Punkte sinken, als auch die Beurteilung des Auftragsbestands – dieser Saldenwert befindet sich im Januar mit -43,5 (-6,0) Punkten weit im negativen Terrain. Lediglich der Saldenwert der Preiserwartungen ist im Januar positiv, wenngleich sich dieser um 10,1 (-2,9) Punkte dennoch leicht verschlechtert hat.

Das ifo-Geschäftsklima ist ein viel beachteter Indikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland.

ifo-Geschäftsklima

Das ifo-Geschäftsklima wird monatlich veröffentlicht und basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels. Die Unternehmen werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie können ihre Lage mit „gut“, „befriedigend“ oder „schlecht“ und ihre Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate als „günstiger“, „gleichbleibend“ oder „ungünstiger“ kennzeichnen. Die Antworten werden nach der Bedeutung der Branchen gewichtet und aggregiert. Der Saldowert der gegenwärtigen Geschäftslage ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten „gut“ und „schlecht“, der Saldowert der Erwartungen ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten „günstiger“ und „ungünstiger“. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2005 normiert. Gewerbliche Wirtschaft: Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Groß- und Einzelhandel. Quelle: ifo Konjunkturtest

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