Düsseldorf, 05. November 2026
Wissenschaft und Marketingpraxis enger verbinden: Prof. Dr. Monika Imschloß im Porträt

Seit Ende 2025 verantwortet Prof. Dr. Monika Imschloß im Vorstand des Bundesverbands Marketing Clubs (BVMC) das Ressort Wissenschaft. Ihr Ziel: aktuelle Forschungserkenntnisse stärker mit der Marketingpraxis verknüpfen und den Austausch zwischen beiden Seiten fördern. Dabei bringt sie ihre Expertise aus der Konsumforschung sowie aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und künstliche Intelligenz ein.
Von der Psychologie zur Marketingforschung
Monika Imschloß studierte Psychologie an der Universität Würzburg und promovierte 2014 im Fach Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing an der Universität Mannheim. Anschließend übernahm sie die IFH-Juniorprofessur für Marketing und Handel an der Universität zu Köln.
2020 folgte sie einem Ruf auf die Professur für Marketing an der Leuphana Universität Lüneburg. Seit Oktober 2025 leitet sie den Lehrstuhl für Markt- und Konsumverhalten an der FernUniversität in Hagen.
Wie treffen Menschen Kaufentscheidungen?
Im Mittelpunkt ihrer Forschung steht das Kauf- und Konsumverhalten. Dabei beschäftigt sich Monika Imschloß insbesondere mit drei Themenfeldern: sensorischem Marketing, Nachhaltigkeit sowie Digitalisierung und künstlicher Intelligenz.
Im sensorischen Marketing untersucht sie beispielsweise, wie Musik, Düfte oder visuelle und haptische Eindrücke das Kaufverhalten beeinflussen. Welche Rolle spielt die Atmosphäre in einem Geschäft? Wie wirken unterschiedliche Sinneseindrücke auf die Wahrnehmung von Produkten und Marken? Solche Fragen stehen im Zentrum dieses Forschungsbereichs.
Auch nachhaltiger Konsum ist ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Arbeit. Dabei erforscht sie unter anderem, wie Verbraucherinnen und Verbraucher auf nachhaltige Innovationen wie Upcycling-Produkte reagieren und wie Unternehmen nachhaltige Kaufentscheidungen fördern können.
Digitalisierung und KI im Marketing
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf digitalen Produkten und der Kundenkommunikation. Hier beschäftigt sich Monika Imschloß beispielsweise mit der Gestaltung von Self-Tracking-Apps, digital erweiterbaren Produkten sowie dem Einsatz von Chatbots und KI-gestützten Systemen in der Interaktion zwischen Unternehmen und ihren Kunden.
Besonders aktuell ist ihre Forschung zum Einsatz generativer KI in der Marktforschung. Dabei untersucht sie, inwieweit Sprachmodelle wie ChatGPT menschliches Antwort- und Entscheidungsverhalten realistisch abbilden und vorhersagen können.
Eine Rolle spielen dabei unter anderem sogenannte synthetische Personas und das Silicon Sampling. Dahinter steht die Frage, in welchem Umfang KI-generierte Antworten menschliche Einschätzungen simulieren können und welche Möglichkeiten sich daraus für die Marktforschung ergeben.
Wissenschaft und Praxis zusammenbringen
In ihrer Vorstandsrolle beim BVMC möchte Monika Imschloß insbesondere den Dialog zwischen Forschung und Marketingpraxis intensivieren.
Dabei geht es ihr darum, wissenschaftliche Erkenntnisse so aufzubereiten, dass sie für die tägliche Marketingarbeit relevant und nutzbar werden. Gleichzeitig möchte sie Fragestellungen und Herausforderungen aus der Praxis stärker in den wissenschaftlichen Austausch einbringen.
So sollen beide Seiten voneinander profitieren: Die Marketingpraxis erhält Zugang zu aktuellen Forschungserkenntnissen, während die Wissenschaft wichtige Impulse aus den Unternehmen und Marketing Clubs aufgreifen kann.
Weitere Informationen zur Forschung von Monika Imschloß:
https://www.fernuni-hagen.de/mcb/
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